Veröffentlicht in Nimm dein Leben in die Hand, zeitmanagement

Die 5 größten Fehler im Zeitmanagement

 

Vor ein paar Wochen habe ich bei einer Tagung über das Thema Zeitmanagement gesprochen. Daraufhin, gab es eine große Nachfrage, dies zu wiederholen.
Aus diesem Grund, habe ich mich entschieden, meinen ersten Blog Post diesem Thema zu widmen. Dieser soll gleichzeitig als Übersicht dienen, mit welchen Punkten ich mich in den kommenden Blogposts beschäftigen werde.

Wie oft sind wir doch überfordert mit den vielen Dingen, die am Tag anstehen, sei es auf der Arbeit oder Zuhause. Es gibt hunderte Bücher und Artikel mit Tipps und Tricks, wie man seine Zeit gut plant. Denn wer möchte nicht Herr über seine eigene Zeit sein? Doch bei all diesen vielen Anleitungen, Tipps, Tricks und Ideen, wo fange ich da an?

Die wichtigsten Regeln lauten
Erstens: Einen Kalender haben
Zweitens: Alles aufschreiben

Wer diese zwei Regeln einhält, der hat schon viel gewonnen. Doch wie geht es weiter? Hier gibt es tausend verschiedene Möglichkeiten. Jeder von uns hat schon einmal von einigen gehört.

Viele von uns sind bei den ganzen Möglichkeiten total überfordert und wissen nicht wo sie anfangen sollen. Beim Durchkämmen alle dieser Tipps und Tricks ist mir eines aufgefallen: Fast nie schreibt jemand darüber, was man alles falsch machen kann. Doch grade dieses Wissen hat mir geholfen aus dem Stress und der Unordnung in meinem Zeitmanagement herauszukommen.

Also fangen wir an:

Die fünf größten Fehler im Zeitmanagement,
die einen Stressen und Unordnung bringen

Die 5 größten Fehler im Zeitmanagement

Zu all diesen Punkten werde ich noch extra Artikel schreiben, denn sonst würden die vielen Informationen den Rahmen sprengen. Dieser Post soll als kleiner Einstieg und als ein grober Überblick für all diese Punkte dienen.

Wer sich die Zeit nimmt, um diese Fehler zu eliminieren, der wird schnell merken, wie viel einfacher und entspannter das Leben laufen kann.

1. Überfordert sein

Wer kennt das nicht? Eine riesen lange To-Do Liste, die man schon seit Wochen mit sich herumschleppt. Keines der Ziele, die man sich vorgenommen hat, hat man am Ende des Jahres erreicht. Kein Wunder, dass man sich da überfordert fühlt bei so vielen Dingen, die man erledigt und erreicht haben möchte.

Wie kommt man jetzt nun da hinaus?

ALLES, wirklich alles, jeden noch so kleinen Schnipsel, alle Aufgaben, To-Do’s, Ziele und Sonstiges aufschreiben und dann in Kategorien sortieren, z.B: Arbeit, Familie, Projekte…. Ich schreibe auch gern dahinter, wie viel Zeit ich ungefähr brauche und bis wann es fertig sein muss. Das erste Mal muss man sich dafür etwas Zeit nehmen, denn es wird etwas länger dauern, doch wenn man es einmal geschafft hat, geht später alles viel schneller.

Wenn man die Kategorien sortiert hat, kann man nun Prioritäten setzten. Ich schreibe gern vor den einzelnen Aufgaben die Zahlen von 1 bis 3 oder 1 bis 5. (Mit mehr als 5 verzettelt man sich sehr leicht.)

Jetzt sollte man sich alles ganz genau nochmal anschauen, welche von diesen Aufgaben kann nur Ich machen? Bei welchen kann ich mir Hilfe holen? Welche kann ich abgeben und welche sind eigentlich unnütz und müssen nicht gemacht werden? Das ist ein sehr wichtiger Teil. Wie oft nimmt man sich Dinge vor, die auch von anderen problemlos erledigt werden könnten.

Also, um nicht überfordert zu sein, sollte man sich einen guten Überblick verschaffen und Aufgaben abgeben bzw. wegstreichen!

2. Keinen Plan haben

Einen Plan zu haben ist immer wichtig. Sonst rennt man durch die Gegend und kommt nirgends an. Man kann so schnell rennen wie man will oder so viel arbeiten und doch fühlt man sich, als ob man nichts erreicht hat. Manche haben Ziele, jedoch keinen Plan. Sie werden ihre Ziele auch nie erreichen, denn ohne einen Plan sind Ziele nur Wünsche – weit entfernt in den Sternen.

Die erste Frage, die wir uns stellen sollten ist:  “Was will ich im Leben?“

Wir brauchen Ziele für unser Leben – groß und klein – dann wird es uns auch leichter fallen Prioritäten zu setzen (sogar im alltäglichen Leben) und wichtige Entscheidungen zu treffen.

Nachdem man sich Ziele gesteckt hat kommt der Plan. Ein 10 Jahresplan, ein 5 Jahresplan, … einen Monats-, Wochen- und Tagesplan. Wenn man sich erst einmal die Zeit genommen hat, sich große und kleine Pläne gemacht hat, erscheinen große Aufgaben und Ziele gleich viel greifbarer. Man verzettelt sich nicht so leicht und kann sich besser fokussieren.

3. Das Morgenritual

Vielleicht haben einige das Buch „Miracle Morning“ von Hal Elrod gelesen. Wer es noch nicht gelesen hat, ich kann es nur empfehlen. Doch warum ist gerade ein Morgenritual wichtig?

Rituale helfen uns in den Flow zu kommen. Sie geben dem Leben Struktur, Halt und Geborgenheit, außerdem können sie das Ich– und Wir–Gefühl stärken.

Ein Morgenritual sorgt für einen besseren Start in den Tag. Wer will das nicht?

Einige Dinge sollte man in seinem morgendlichen Ritual mit einbeziehen (egal wie lange), um Geist, Körper und Seele zu stärken und ihnen etwas Gutes zu tun. So hilft man sich selbst schon am frühen Morgen ins innere Gleichgewicht zu kommen.

  • Zeit zum Nachdenken, Meditieren, Beten, Atmen
  • Positive Gedanken, Dankbarkeit (z.B.: Dankbarkeitstagebuch benutzen)
  • Visualisieren (die eigenen Ziele, was man schaffen und erreichen möchte)
  • Sport
  • Lesen
  • Schreiben (Für mich ist z.B. Tagebuch schreiben wie eine Therapie, in der ich mir alles von der Seele schreiben kann.)

Jeder sollte für sich selbst herausfinden, wie er am besten in den Tag startet, welches Ritual am besten zu ihm passt.

4. „Selfcare“

In unserer heutigen Gesellschaft kommt es immer öfter zu Burnout und Depressionen. Die Menschen sind überfordert und hetzen von einer Sache zur nächsten, ohne einmal auch nur kurz durchgeatmet zu haben.

Wir sollten uns alle immer daran erinnern:

Della Bild Strand

Macht Sinn, oder? Denn ohne mich würde mein Leben gar nicht existieren. Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen!
Wir können uns nicht um andere kümmern, wenn wir selbst kaputt sind. Also sollten wir es erst gar nicht so weit kommen lassen. Jeder braucht täglich etwas Zeit für sich. Auch die vielen Mamis, die sich tagtäglich um die Kleinen kümmern und nicht einmal allein auf die Toilette gehen können.

Sich um sich selbst zu kümmern ist weder selbstsüchtig noch egoistisch! Es ist so lebensnotwendig wie etwas zu essen.

Die eigenen Interessen und Talente dürfen nicht vernachlässigt werden.
Beispielsweise bastle und singe ich gern. Wenn ich diese Dinge eine Weile lang, aus welchen Gründen auch immer, nicht gemacht habe, merke ich das. Es fehlt. Ich brauche den Ausgleich, um glücklich zu sein, mich zu entspannen und abzuschalten.

Manchmal reichen sogar schon die kleinen und einfachen Dinge, wie ein Bad nehmen nach einem harten Arbeitstag. So hat jeder etwas, was er für sich selbst tun kann. Hauptsache man tut etwas für sich.

5. Keine eigenen Regeln haben

Die Worte „Gesetz“ und „Regeln“ hinterlassen bei vielen Menschen einen bitteren Geschmack im Mund. Sie fühlen sich schon allein beim Hören dieser Worte eingeengt.

Doch das sollte nicht so sein!

Gesetze und Regeln sind wichtig. Sie halten alles am Laufen und machen uns frei. Ja, richtig gehört. Die richtigen Regeln können uns helfen freier zu sein und das Leben zu vereinfachen. Es ist also wichtig, dass wir diesen Worten neu begegnen und sie als etwas Positives ansehen.

Überall finden wir sie: In der Natur bis hin zum Straßenverkehr. Ohne sie wäre Chaos!

Schon als Kind habe ich angefangen mir eigene Regeln zu machen, nachdem ich verstanden habe wie wichtig sie sind. Ich wollte beschützt sein und mein Leben etwas einfacher gestalten. Also habe ich es ausprobiert.

Eines dieser Regeln war „Nie Drogen nehmen, nicht einmal probieren.“ Dazu hatte ich mir dann auch überlegt, was ich machen werde, wenn ich in so eine Situation komme. Das hat einiges leichter gemacht, da ich nicht mehr überlegen musste, als so eine Situation auf mich zukam.

Für die Schule hatte ich Regeln wie „Die Hausaufgaben am selben Tag erledigen“ und “ täglich lernen“. Schnell habe ich mitbekommen, welche Regeln für mich funktionieren und welche nicht. Die beiden genannten Regeln für die Schule musste ich also noch einmal überdenken, damit sie für mich auch funktionieren.

Man kann für jede Rubrik im Leben Regeln erstellen. Sie sollten einen helfen unnötige Entscheidungen abzunehmen, Stress zu reduzieren und den Tag zu vereinfachen.

Einige kennen solche Regeln von der Arbeit. Hier gibt es oft einen bestimmten Dresscode. Dies spart morgens Zeit, da man nicht mehr ewig darüber nachdenken muss, was man denn heute anziehen könnte. Im Büro heisst es dann z.B. Anzug und Krawatte für die Männer. Jetzt hat man nur noch die Qual der Wahl, welche Krawatte man denn heute anziehen möchte.

Hier ein paar Beispiele für eigene Regeln:

Familie:

  • täglich eine Mahlzeit zusammen essen
  • einmal die Woche auf ein Date gehen
  • viele Komplimente machen
  • einmal die Woche einen Nachmittag mit der gesamten Familie verbringen

Medien:

  • beim Essen keine Ablenkungen. Handy,  Tablet, TV und Co. aus
  • eine Stunde vor dem Zubettgehen Handy und Co. aus
  • bei Gesprächen Handy in der Tasche lassen

Ich:

  • täglich eine Stunde Ich-Zeit
  • täglich 30 min rausgehen

Arbeit:

  • alle, die mir begegnen grüßen
  • lächeln
  • viele Komplimente machen
  • nicht schlecht über andere reden

Der Kreativität ist hier freien Lauf geboten. Die Regeln sollten jedoch nicht zu kompliziert und zu hochgesteckt sein. Sonst ist es wie mit zu hohen Zielen. Man ist deprimiert und fühlt sich gestresst, wenn man sie nicht einhält oder schafft zu erreichen.


Das Leben ist wunderschön. Wir sollten jeden Tag genießen. Also schalten wir einen Gang zurück und schauen wir uns unser Leben an. Was kann ich rausschmeißen? Was kann ich vereinfachen? Wie kann ich mir etwas Gutes tun?

Ich freue mich immer sehr auf Feedback. Schreibt mir, was ihr für Erfahrungen gemacht habt und wie ihr eure Zeit in den Griff bekommt.

3 Kommentare zu „Die 5 größten Fehler im Zeitmanagement

  1. Toll geschrieben! Es ist wirklich so: wenn man klar strukturiert ist, ist man freier und entspannter. Meine Morgenrituale: Eine erfrischende Dusche, ein 20 -30 minütiges Frühstück an einem hübsch gedeckten Tisch (meine Ich-Zeit), dann Bürokleidung an, an Bürotagen, und Massagekleidung, wenn ich Massagen habe. 13 bis 13.30 Mittagspause (halte ich immer ein, es ist meine Ich-Zeit). Ab 14 Uhr bis 20 Uhr 2.Job. Wie Du sagst, packe ich mir nie den ganzen Tag voll und arbeite alles systematisch ab, dann hat man auch Zeit, wenn spontan eine alte Schulfreundin zum Kaffee einlädt.
    Ein sehr schöner und hilfreicher Blog. Viel Spaß und Erfolg Della.

    Gefällt 1 Person

  2. Della das ist ein super gutes Werkzeug für ein entspanntes und produktives Leben. Beides schließt sich nicht aus sondern bedingt sich. Man fällt immer mal wieder in alte Muster und Gewohnheiten. Deshalb werde ich Deine Anregungen gern in mein Leben mit einbauen. Wir wissen ja, wenn wir etwas 21 mal hintereinander tun, ist die Chance groß, daß es zu einer neuen Gewohnheit wird

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