Veröffentlicht in Allgemein

Warum blogge ich?

Heute möchte ich mal etwas persönlicher werden. Da der Blog meinen Namen trägt, ist es nur angebracht, dass ihr mich auch etwas besser kennenlernt.

Vielleicht hat sich der ein oder andere schon einmal gefragt, warum Blogger bloggen. Warum fängt man damit an?
Ich kann nicht für andere sprechen. Ich habe meine ganz eigenen Gründe. Wie ich zum bloggen kam, möchte ich heute hier mit euch teilen.

Schon vor einigen Jahren fing ich an mit dem Gedanken zu spielen einen Blog zu starten. Doch ich habe mich nie getraut, denn ich bin einfach kein „Blogger“. Ich kann nicht gut schreiben und habe Schwierigkeiten mich richtig auszudrücken. Mein Kopf ist voller Ideen und Gedanken, und trotzdem schaffe ich es nicht, sie genau so auf Papier zu bringen. Aus diesem Grund habe ich meinen Wunsch immer wieder nach hinten geschoben und ihn verdrängt.

Wenn ich mir andere Bloggs angeschaut habe, dann war ich eingeschüchtert. Sie sind so perfekt, haben so viele Leser und Follower. Das werde ich doch nie erreichen. Niemand wird meinen Blog lesen. Wen interessiert schon, was ich zu sagen habe?

Mein Mann und ich haben öfter über diesen Wunsch gesprochen und immer habe ich Ausreden gefunden, es nicht zu tun. Bis wir Anfang diesen Jahres zusammen saßen und über unsere Lebensziele und -träume gesprochen haben.
Seit ich denken kann wollte ich immer die Welt verändern. Ich wollte Menschen, Tieren, dem ganzen Planeten helfen! Doch wie? Natürlich habe ich Ideen zu hauf. Manche davon sind sehr abstrakt.
Ich habe mich machtlos gefühlt, da ich unbedingt anderen helfen möchte, doch nicht so wirklich sehen konnte, wie ich es in meiner jetzigen Situation tun kann.

Und wie schaut meine Situation bitte aus?

Wie ich schon in einem Blogpost erwähnt habe, habe ich Depressionen. Seit meinen Teenagerjahren war es ein hoch und Runter. Mal hatte ich eine Zeitlang ruhe und dann gab es wieder einen Rückschlag. Mit jedem Rückschlag wurde es schlimmer. Zur Abi-zeit kamen auch noch Angstzustände dazu.

2013 war ich 8 Monate in Ausland ehrenamtlich für meine Kirche unterwegs. In dieser Zeit ging es mir wieder richtig gut. Doch dann schlug wieder alles um und ich musste meine geplanten 18 Monate nach 8 abbrechen und wieder nach Hause gehen. Das war extrem schwer für mich, da mir diese Arbeit sehr viel Freude bereitete. Ich konnte Menschen helfen und habe gleichzeitig neue Kulturen und Länder kennengelernt.

Wieder zu Hause haben mich die Ärzte nicht für voll genommen. Sie meinten, ich hatte einfach keine Lust mehr auf die Auslandsarbeit und weil ich ein „faules Mädchen“ bin habe ich mich so rausgeschlichen. Ich bilde mir das alles nur ein. Das war natürlich alles andere als hilfreich. Ich habe mich infrage gestellt und wusste nicht mehr richtig weiter. Ich war einfach demotiviert und habe mich auch nicht mehr richtig getraut, um Hilfe zu bitten.

Obwohl ich es wirklich versucht habe, war ich nicht arbeitsfähig, was mir extrem peinlich war. Denn wer nicht arbeitet oder etwas lernt ist faul. Das hat mir meine Umgebung immer wieder suggeriert.

Wie soll ich anderen helfen, wenn ich mir selbst nicht einmal helfen kann?

Auch, wenn ich an vielen Tagen nicht fähig war zu lesen oder überhaupt etwas zu tun, habe ich immer versucht mich weiterzubilden. Mein Ziel war es da irgendwie wieder herauszukommen und so habe ich alles rausgesucht, was mir irgendwie helfen könnte. Da ich es schon immer geliebt habe zu planen, habe ich mir viele (sehr viele) verschiedene Pläne ausgearbeitet, um Neues auszuprobieren.

Mit der Zeit stellte ich fest, dass mir das Wissen und die Erfahrung, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe, sehr halfen andere Menschen zu verstehen. Ich konnte vielen helfen und ihnen das Gefühl geben, dass sie jemand versteht und sie nicht allein sind. So fasste ich wieder Mut und hatte die Motivation weiter zu machen.

Anfang des Jahres saßen Mathias (mein Mann) und ich also zusammen und redeten über unsere Situation und unsere Wünsche. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir schon wieder viel besser, nur jetzt hatten wir eine neue Aufgabe: unsere kleine Tochter. Da ich gern zu Hause bleiben möchte und mich um meine Tochter kümmern will, standen wir wieder vor der Frage „Wie kann ich von zu Hause aus anderen helfen?“

Hier gibt es ja wirklich viele Möglichkeiten, doch Mathias meinte, „Warum bloggst du nicht? Du kannst all deine tollen Ideen und Erfahrungen einbringen und gleichzeitig viele Menschen erreichen. Jeder kann für sich selbst herausnehmen, was er will. Es ist egal, ob nur 3 Personen oder 300 deinen Blog lesen, wenn du einer Person helfen kannst, dann hast du dein Ziel doch schon erreicht.“ Aus irgendeinem Grund hat es diesmal klick gemacht und ich dachte mir „Warum nicht?“

Ich tue es nicht für Geld oder um ein Trendsetter zu sein. Ich blogge, weil ich Menschen zeigen möchte, wie sie ihr Leben in die Hand nehmen können. Wie sie Herr ihres Lebens sein können. Wie sie Freude haben können. Ich möchte ihnen zeigen, dass es ein Licht am Ende des Tunnels gibt. Dass das Leben schön ist und die Stürme auch mal vorbeigehen. Dass es gut ist, man selbst zu sein. Dass es gut ist anders zu sein. Und das wir alle unsere Päckchen zu tragen haben.

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Das ist es. Darum blogge ich.


Wenn du mehr wissen willst oder Fragen, Feedback, Anregungen oder Sonstiges hast, dann schreib mir eine E-Mail oder schreib hier ein Kommentar. Ich freue mich immer darüber.

Bis nächstes Mal. Wenn dir meine Beiträge gefallen, dann kannst du mir gerne folgen.

4 Kommentare zu „Warum blogge ich?

  1. Toller Beitrag! Wir habe was das Bloggen angeht die gleichen Absichten. Ich hatte früher auch schwere Depressionen und hab es in Eigenregie geschafft mich davon zu befreien. Ich sage auch immer, wenn nur eine Person dabei ist der ich mit meinem Blog helfen kann, dann hat er sich ausgezahlt.

    Vielleicht hast ja Lust auch mal bei mir vorbeizuschauen, ich würde mich freuen.

    Lg Silviu

    Gefällt 1 Person

  2. Ich freue mich sehr, dass du dich für’s Bloggen entschieden hast und bin gespannt auf deine Beiträge. Ist es nicht schön, wenn ausnahmsweise mal nicht das Geld im Vordergrund steht, sondern der Mensch?! Ich wünsche dir, dass du viele Menschen erreichen kannst. Eine positive Einstellung beflügelt immer, einen selbst und andere.

    Gefällt 1 Person

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