Veröffentlicht in Allgemein, Dienstags-Depression, Freude

Dienstags-Depression

Warum „Dienstags-Depression“? Heisst das jetzt, dass ich jeden Dienstag Depression habe?

Nein, nein. Dienstags-Depression ist der Name meiner neuen Blogreihe. Wie der Name schon sagt, werde ich viel über Depression schreiben.
Als ich überlegt habe, wie ich die Reihe nennen soll, wollte ich einen einprägenden Namen. Da ich in Zusammenarbeit mit anderen jeden zweiten bis dritten Dienstag zu diesem Thema etwas schreiben möchte, hat sich diese Bezeichnung einfach so ergeben.


Zuerst mein Disclaimer: Ich bin keine Ärztin oder Therapeutin. Ich mache keine Heilaussagen. Depression und andere psychische Erkrankungen erlebt jeder anders. Es gibt keine zwei Gleichen. Also was auf mich zutrifft, ist für einen anderen vielleicht gar nicht relevant. Ich schreibe aus eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Ich schreibe über die Dinge, die ich erlebt und gelernt habe. In den letzten Jahren durfte ich viele Menschen mit Depressionen kennenlernen und mich mit ihnen austauschen. Das hat mir einen Einblick in ihre Welt gegeben, aus welchem ich viel lernen konnte.


Warum tue ich das und was wird es euch bringen?

Als ich noch ein paar Jahre jünger war, wusste ich nicht viel über Depression. Ich hatte meine Vorurteile und stieß immer wieder auf Unverständnis. Warum benimmt der sich jetzt so und warum ändert er es nicht?

Erst als ich mich mehr mit dem Thema beschäftigt habe, fing ich langsam an zu verstehen. Kurze Zeit später bekam ich selbst Depression und nun war ich eine von den Missverstandenen. Auch wenn es keine schöne Erfahrung ist, bin ich dankbar für all die Dinge, die ich in dieser Zeit lernen konnte. Jetzt kann ich endlich verstehen, warum ein Mensch vielleicht eine bestimmte Entscheidung trifft oder sich in einer bestimmten Art und Weise verhält, wenn er depressiv ist oder sogar Depression hat.

Ein Grund, warum ich über dieses Thema schreiben möchte ist, dass ich Vorurteile ausräumen möchte. Wenn ich mit anderen im Gespräch bin und das Thema Depression aufkommt, dann sind die Menschen fast immer (wirklich sehr selten nicht) total überrascht und verdutzt, dass ich auch davon betroffen bin. Das hätte ich nie gedacht. Du siehst gar nicht so aus! Du bist immer so glücklich! Du lächelst doch immer. Du hast doch so ein schönes Leben. Du hast doch gar keinen Grund depressiv zu sein. Du hattest doch eine so schöne Kindheit! Du achtest doch so auf Gesundheit.

Ich möchte euch helfen, diese Krankheit besser zu verstehen. Besser zu verstehen, wie man als Betroffener oder Angehöriger damit umgehen kann. Dass man sich nicht dafür schämen muss. Dass es Hoffnung gibt. Und dass ihr nicht allein seid!

Ich bin sehr glücklich sagen zu können, dass es einige wunderbare Menschen gibt, die mir hierbei helfen und geholfen haben. Ihr werdet tolle Gastbeiträge von Therapeuten und anderen Bloggern lesen können. Und wir werden versuchen so viele Themen und Blickwinkel wie möglich zu behandeln.

Symptome von Depression:

Vielleicht ist es mal ganz gut zu erwähnen, welche Symptome ein Mensch mit Depression hat. Da es jeder unterschiedlich erlebt, muss nicht alles auf eine Person zustimmen. Jeder von uns durchlebt einmal in seinem Leben eine depressive Phase, die meist nur ein paar wenige Wochen andauert. Wenn sie jedoch länger anhält, sollte man sich Hilfe suchen!

Vorab: Ein Mensch der Depression hat muss nicht unbedingt suizidgefährdet sein oder sich verletzen. Er ist nicht immer traurig. Jammert auch nicht die ganze Zeit rum, wie schlecht es ihm doch geht. Läuft nicht die ganze Zeit geknickt rum und sitzt auch nicht die ganze Zeit zu Hause in einer Ecke gekauert. Er trägt auch nicht die ganze Zeit nur schwarz und hört melanchonische Musik…. Es gibt so viele Vorurteile. Doch meistens kann man es dem Menschen vor allem auf dem ersten Blick nicht ansehen.

Hier eine allgemeine Liste von Symptomen:

  • depressive Stimmung (keine Trauer, sondern mehr eine gedrückte/niedergeschlagene Stimmung)
  • Interessenverlust/Lustlosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten, sowie im Denken und mit der Aufmerksamkeit
  • Antriebslosigkeit
  • oft oder ständig müde und erschöpft
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • geringes Selbstwertgefühl
  • Selbstmordgedanken
  • Selbstverletzung
  • chronische Schmerzen/Verspannungen
  • Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen
  • Schuldgefühle
  • Verzweiflung/Hoffnungslosigkeit
  • innerliche Unruhe
  • Ängste
  • Panikattacken
  • Gefühllosigkeit
  • die unterschiedlichsten körperlichen Probleme
  • u.s.w.

 

Ich freue mich wirklich sehr auf dieses Projekt und hoffe, dass es euch viel bringen wird. Bitte teilt die Beiträge mit anderen, damit wir zusammen dazu beitragen können, dass dieses Thema aus der Tabuzone kommt und vielen helfen kann.


Wie immer freue ich mich über Feedback. Wenn es Themen gibt, die euch sehr beschäftigen oder ihr eure Erfahrungen mit mir teilen wollt, dann schreibt mir.

Der Folgen-Button freut sich auch immer über Klicks 🙂

 

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