Veröffentlicht in Allgemein, Nimm dein Leben in die Hand, persönlichkeitsentwicklung, zeitmanagement

Rückblick 2018 – meine Ziele, meine Erfolge und meine Fehlschläge

Ein weiteres Jahr hat sich dem Ende geneigt. Das heisst bei mir immer Panik „Ach, ich habe ja fast gar nichts von meinen Zielen erreicht!“. Nur letztes Jahr (und ja, 2018 ist jetzt LETZTES Jahr! Ach du meine Güte!) war das etwas anderes.

In den letzten Jahren habe ich eine Sache ganz besonders gelernt:
Ich nehme mir immer viel zu viel vor!

ab heute(2)

Das wollte ich 2018 anders machen. Dieses Mal wollte ich nicht nur haufenweise Ziele aufschreiben und darauf „hoffen“, dass ich sie irgendwie alle in einem Jahr schaffe. Nein! Dieses Mal habe ich mir ganz genau angeschaut:

  1. Was hat in den letzten Jahren NICHT funktioniert?
  2. Was wünsche ich mir von meinem Leben insgesamt?
  3. Wieviel Kraft und Zeit möchte und kann ich investieren, um meine Ziele zu erreichen?
  4. Welche Dinge sind mir am wichtigsten? Was MUSS ich unbedingt erreichen?

Dadurch haben sich 4 Hauptthemen herauskristallisiert, die mir am wichtigsten waren. Zu diesen habe ich mir dann meine Ziele aufgeschrieben, Zwischenziele und wie ich diese erreichen möchte. Ja, das war ein Haufen Arbeit. Doch es hat sich gelohnt….

Gesundheit

Wie meine regelmäßigen Blogleser schon wissen, meine Gesundheit ist nicht grade die Beste. Neben meiner Depression habe ich auch einige körperliche Beschwerden. Das ist alles immer sehr anstrengend für mich. Da sie mich auch oft abhalten meine Ziele zu erreichen und die alltäglichen Aufgaben zu erledigen. Aus diesem Grund stand meine Gesundheit ganz oben auf dem Zettel „Ziele 2018“.

Ein paar der Dinge, die dazu gehörten waren:

  • Wieder mit der Psychotherapie anfangen (nach unserem Umzug, hatte ich noch keinen neuen Therapeuten finden können). – Dieses Ziel habe ich im Dezember geschafft und meine erste Sitzung mit einem wunderbaren neuen Therapeuten gehabt!
  • Sport – Ende 2017 haben meine Eltern die Schmerztherapie von Liebscher und Bracht kennengelernt. Ein toller Therapeut und die leichten Übungen haben mir sehr geholfen bei einigen meiner körperlichen Beschwerden. Leider habe ich Ende des Jahres sehr nachgelassen, die Übungen zu machen.
  • Mich um meine Depression kümmern – Dazu gehörten viele kleine Zwischenziele. Ich muss sagen: Ich bin wirklich stolz auf mich! Natürlich gab es viele Rückschläge, DOCH im Laufe des Jahres konnte ich immer wieder sehen, wie es Berg auf geht. Ich bin noch nicht völlig gesund und es gibt viele Tage, an denen ich 10 Schritte zurück mache, aber ich fühle mich viel freier und wenn ich mir anschaue, wie es mir all die Jahre und Anfang 2018 ging, dann scheint es mir wie ein Wunder!
  • Mehr Wasser trinken (2,5 bis 3 Liter) – Das mit dem Wasser nehme ich mir jedes Jahr vor und am Anfang klappt es super, jedoch fängt es nach eins, zwei Monaten wieder an zu schleifen. Genauso war das auch im letzten Jahr… Und noch weiss ich nicht, wie ich es mal schaffe, dass es nicht schleift.
  • Besser Essen (Zuckerfrei, weniger Fleisch und Milchprodukte und weniger Gluten) – In den letzten Jahren hatte ich bei mir mehr zufällig festgestellt, dass genau diese Dinge mir dabei helfen, mich körperlich und auch psychisch viel viel besser zu fühlen! Zuckerfrei hat immer wieder einige Monate gut funktioniert. Ich glaube, da kann ich auch stolz auf mich sein! Zu meiner großen Freude ist ein Herzenswunsch von mir in Erfüllung gegangen! Ich habe ihn nie als Ziel aufgeschrieben, weil ich wusste, dass ich es ohne meinen Mann nicht schaffen kann. Vegan essen. Anfang Oktober hat mein Mann (und er war Fleisch- und Käseliebhaber) dann von einem Tag auf den anderen dann entschieden: “ Ab jetzt essen wir vegan! Lass uns alles nicht vegane zu deinen Eltern bringen.“ Es geht uns super damit. Sogar viel besser als erwartet!

 

glaub an dich(1)

Umwelt

Wenn mir eine Sache schon immer am Herzen lag, dann war es die Umwelt. (Hippie *hust*) Ich habe mich oft total fertig gemacht, weil ich das Gefühl hatte, ich könne nichts tun. Die Welt geht den Bach herunter und ich kann nur zuschauen. Die Natur, die Tiere, die Menschen. Alle leiden. Meine großen Ziele, von denen ich träume, werde ich auf jeden Fall in der nächsten Zeit nicht verwirklichen können. Also was kann ich schon tun?

Die Antwort kam, als ich mich dazu entschied mich nur darauf zu konzentrieren, welche kleinen Dinge ICH tun kann. Am besten sogar in meinem Alltag. Haben diese einen Einfluss? Ja, war meine Antwort. Und zu den kleinen Zielen gehörten ganz unterschiedliche Dinge:

  • Zero Waste Lifestyle mehr und mehr übernehmen – hierzu habe ich eine Liste gemacht von Dingen, die wir ersetzen wollen, Gewohnheiten, die wir ändern wollen, und einiges anderes. (Wie z.B. waschbare Binden ausprobieren, nur noch Glasflaschen benutzen, so gut wie möglich plastikfrei einzukaufen, weniger Essen wegschmeißen, weniger kaufen und Co.)

Dieses Ziel hat mir mit Abstand am meisten Spaß und Freude gebracht (Na gut, ausgenommen meine kleine Familie.). Endlich hatte ich das Gefühl etwas zu bewegen und Gutes zu tun. Die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Und das sogar im Alltag. Ich konnte kreativ sein. Wurde immer wieder vor neuen Herausforderungen gestellt, bei denen ich Freude hatte, Lösungen zu finden. Und habe so viel tolles gelernt.

Familie

Auch bei einer dreiköpfigen Familie gibt es viel Action. Wenn das Kind noch klein ist, macht man sich viele Gedanken um die Zukunft: Ab wann schicke ich mein Kind in den Kindergarten? Wollen wir das überhaupt? Wie sieht es mit der Schule aus? Wie kann ich mein Kind gut fördern? Gebe ich meiner Tochter alles, was sie braucht? Bin ich eine gute Mutter? Was kann ich besser machen? Übertreibe ich es? Ist mein Kind gesund? ….Oh, ich habe ja auch noch einen Mann!!! Der will bestimmt auch mal wieder was von mir haben. Wie bekomme ich nur alles unter einen Hut?

So viele Fragen in meinem Kopf und genauso viele Ziele auf dem Papier (die ich jetzt nicht alle einzeln aufzählen werde).

  • Das Beste für meine Tochter – Hierzu hat übrigens auch gezählt, dass ich aufhöre, mir zu viele Sorgen und Gedanken darüber zu machen, ob ich eine gute Mama bin! Das hat einige Tage gut funktioniert und an anderen konnte man eine Rauchwolke aus meinem Kopf steigen sehen. Mein Motto ist jetzt : Wir machen das schon!
  • Unsere Liebe wieder auffrischen – Liebe ist nicht immer gleich und nur weil man verheiratet ist, heisst das nicht, dass ab jetzt alles super läuft und alle Probleme einfach so verschwinden. Unsere Liebe wurde oft vernachlässigt, da sich viele andere Dinge immer wieder in den Vordergrund drängen. Und so hat auch unsere Beziehung leiden müssen. Durch meine Gesundheit besonders, jedoch auch durch Arbeit und unseren Nachwuchs. So langsam lichten sich all diese Dinge, wir schaffen es mehr Freiraum zu schaffen und auch wenn wir letztes Jahr dieses Ziel immer wieder aus den Augen verloren haben, haben wir kleine Fortschritte gemacht.

Um unser Familienleben zu verschönern, haben wir uns das Ziel gesetzt unser Leben zu vereinfachen. Etwas weniger bitte! Wir hatten mehrere riesige Ausräumaktionen und wollen auch in diesem Jahr immer mehr in Richtung „Minimalismus“ gehen. Es ist so unheimlich befreiend und obwohl ich ein Mensch bin, der an Dingen hängt, freue ich mich immer mehr darüber loszulassen. Es vereinfacht und verschönert das Leben!

Blog

Da hab ich mir einen riesigen Haufen zu viel vorgenommen und mich total überschätzt! Ende 2017 war ich so motiviert und hatte eine Menge toller Ideen. Ich hab alles geplant und vieles vorbereitet, doch zwei Sachen habe ich nicht wirklich in die Gleichung mit einbezogen: Meine Zeit und meine Kraft. Es waren alles schöne Ziele, jedoch machten mir ein paar Dinge ein Strich durch die Rechnung: meine Depression (die ab und zu doch mal doller zuschlug), alle die anderen Dinge, die ich noch zu tun hatte und natürlich der Fakt, dass ich ein kleines Kind habe, um welches ich mich kümmern muss. So viel Freizeit blieb mir dann also gar nicht mehr….und um ehrlich zu sein, verbrachte ich diese meist mit schlafen! Denn Schlaf ist Mangelware, wenn man Mama ist.

ein neuer Anfang

Mein Fazit

Auch, wenn ich mir wieder ein paar Dinge zu viel vorgenommen habe, so hatte ich am Ende des Jahres das erste mal das Gefühl, dass ich wirklich Fortschritt gemacht und etwas erreicht habe! Ich bin glücklich über meine Erfahrungen, die ich sammeln konnte und weiss wieder ein Stück besser, wie ich das mit den Neujahrsvorsätzen angehen kann, damit sie auch etwas bringen.

2019 kann kommen! ….Es ist ja schon da, aber du weißt, was ich meine….


Wie sah dein Jahr 2018 aus? Hast du dir Ziele gesetzt und die erreicht? Vielleicht hast du ja auch ein paar tolle Tipps, wie man seine Neujahrsvorsätze und Ziele gut erreichen kann. Dazu habe ich übrigens vor einiger Zeit auch einen Artikel geschrieben, den du dir gern anschauen kannst.

Wenn du dich dafür interessierst, was andere Blogger 2018 so erreicht haben, dann schau doch mal bei der Blogparade „Hast du deine Ziele 2018 erreicht?“ vorbei.

Ich wünsche dir viel Erfolg in diesem neuen Jahr. Was 2019 für mich bereit hält und welche Ziele ich mir gesetzt habe, wirst du in meinem nächsten Artikel lesen können.

Also, bis dahin!

Ein Kommentar zu „Rückblick 2018 – meine Ziele, meine Erfolge und meine Fehlschläge

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